All Things Considered

Posts Tagged ‘magazine’

Berlin is for Magazine Lovers

Saturday, December 13th, 2008

Ob das Magazin demnächst als Synthese aus Zeitung und Buch das Pressewesen übernimmt?

Diese Woche eröffnet in Berlin ein weiterer Shop, der sich ausschließlich auf Magazine spezialisiert hat. “Motto” gehört zum gleichnamigen Schweizer Zeitschriftenvertrieb, der Laden eröffnet am 16. Dezember in der Skalitzer Str. 68.

In der ersten Woche gibt es die Gelegenheit einige Magazin-Herausgeber persönlich zu treffen, die im Shop ihre Titel vorstellen. Das Programm sieht so aus:
Motto Flier

Mehr Infos auf “Motto Berlin“.

(via de:bug)

Der digitale Lesezirkel ist da

Sunday, August 17th, 2008

Auf Mymagazines.com kann man eingescannte Magazine und Zeitschriften hochladen und mit anderen Nutzern teilen. Die einzelnen Titel lassen sich bequem durchblättern, interessantes zoomt man heran oder kommentiert es. Der Reader ist sehr komfortabel ausgestattet, und macht das Lesen einfach und intuitiv, in manchen Fällen ist sogar das Inhaltsverzeichnis logisch verknüpft und man muss nur noch auf den Titel eines Artikels klicken, um zum gewünschten Inhalt zu gelangen.

Von Business-Titeln wie Advertising Age und The Economist, über Lifestyle-Blätter wie FHM und Cosmopolitan bis zu Macworld und National Geographic ist schon so ziemlich alles dabei – das ist definitiv mehr Auswahl als bei meinem Kiosk an der Ecke. Mymagazines.com konkurriert, wenn es um die Produktauswahl geht, schon eher mit dem Bahnhofshandel.

Natürlich sehen das die Zeitschriftenverleger nicht gerne, und erwägen rechtliche Schritte gegen die Seite, die erst seit Juli 2008 online ist. Die Firma, die für einen John Smith in The Valley in Anguilla eingetragen ist, rechtfertigt sich damit, dass ihre Art der Bereitstellung sich nicht von der Nutzung in ärztlichen Wartezimmern oder in Friseursalons unterscheide. In beiden Fällen kauft jemand ein Exemplar und macht es dann anderen an einem bestimmten Ort zugänglich. Dass die Seite mit fremden Inhalten Geld macht, kann man den Machern jedenfalls nicht vorwerfen – Anzeigen oder eine Registrierungsgebühr fehlen komplett.

Ob das Modell jetzt Bestand hat oder nicht, es ist auf jeden Fall ein weiteres Beispiel dafür, dass sich von kaum einen analogen Inhalt die Digitalisierung verhindern lässt. Denn wenn es die Rechteinhaber nicht selbst machen, dann übernehmen das eben die Nutzer. Und nur um die Cosmopolitan zu lesen, muss man jetzt nicht mehr zum Arzt gehen.

(via)