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On-Demand-Media zum Aufhängen
Published on 29/10/08
by Kolja
Die BBC hat Anfang 2008 eine Studie zu den veränderten Mediennutzungsgewohneiten ihrer Nutzer durchgeführt:
“we studied how people find, play, personalise and share programmes across different devices and services - like BBC iPlayer, Sky+, YouTube, peer-to-peer and traditional TV and radio.”
Die Ergebnisse sind in zwei Illustrationen verpackt worden, die es in die ein oder andere Powerpoint-Präsentation schaffen dürften.
Poster 1 (7MB): Wie wird On-Demand Media genutzt?
Diese Landkarte vom Ökosystem der On-Demand-Medien-Welt ist, vermute ich, als Poster für Assistenten an medienwissenschaftlichen Instituten gedacht. Ausdrucken und im Büro aufhängen!
Poster 2 (7MB): Warum wird On-Demand-Media genutzt?
Die Antworten sind nicht weiter überraschend: Zum Entspannen, um Zeit mit Freunden oder mit sich selbst zu verbringen, um sich zu informieren, um Zeit totzuschlagen. Spannend wird es, wenn es um das Nutzungsverhalten geht, das vor oder nach dem Konsum zu beobachten ist. Die BBC-Forschern machen dafür vier Kategorien auf: Find, Play, Personalize, Share & Store.
Zu jeder Kategorie sind dann die wichtigsten Erkenntnisse aufgelistet, wie zum Beispiel, dass das Suchen und Finden von neuen Inhalten meist eine einsame Angelegenheit ist, anscheinend deswegen aber auch als entspannend wahr genommen werden kann. Oder das manche Inhalte ihren eigentlichen Wert erst aus der Sozialisierung, die drumherum entsteht, beziehen – Wer sitzt schon bei “Germany’s Next Topmodel” ganz alleine vorm Fernseher? Die Expertise, die durch den Konsum einiger Shows aufgebaut wird, kann dann in soziales Kapital umgemünzt werden.
Häufig geht der Anspruch an Inhalte auch über die bloße Unterhaltungs- oder Informationsfunktion hinaus: Mal soll ein Programm die eigene Laune unterstützen, mal soll es sie verändern. Einige Inhalte werden auch kaum genutzt, viele Sammler hören sich ihre riesigen iTunes-Bibliotheken gar nicht an, sondern erfreuen sich einfach an ihrer Sammelwut. Die Befriedigung erwächst aus dem Schatz, den man sich anhäuft.
Ein häufiges Problem ist die überborderdende Auswahl. Einige Probanden haben sich ohne Unterlaß durch die Programme gezappt, immmer in der Angst, auf einem anderen Kanal etwas zu verpassen.
Im BBC Internet Blog gibt es dann noch einige kurze Anmerkungen von Adam Hutchinson zu den Ergebnissen:
“We found that people watch TV or listen to the radio not for its own sake, but in order to achieve a range of goals - such as to relax, to keep up to date or to spend time with each other. This is not new. What we also saw was how these goals are being achieved in ways we didn’t expect.”
“By paying attention to the activities that come before and after the watching or listening (like finding, personalising and sharing programmes), we learned a lot about what people find important.”
“We were also surprised at how people mixed and matched old and new technologies to fit in with their lives. People who use the latest gadgets also go through the Radio Times magazine with a pen to plan their week’s viewing - because that’s the easiest way to do it.”
“People who blog about music trends also burn CDs to give to their friends, because a physical object somehow means more than its digital equivalent.”
(via reportr.net)
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